Vom 29.12.2023 bis zum 14.01.2024 konnte ich wieder nach Japan reisen und das erste Mal, das Land im Winter erkunden.
Anreise nach Japan
Über München ging es nach Tokyo wo wir mit strahlendem Sonnenschein empfangen wurden. So ging der Landeanflug eine halbe Stunde lange um den Mount Fuji zum Flughafen Haneda. Für eine gute Sicht auf den Fuji empfiehlt es sich, beim Hinflug auf der linken Seite zu sitzen.



Nach der Landung ging es zum Bahnhof Tokyo um von dort das erste Ziel der Reise zu erreichen, Hitachinaka in der Präfektur Ibaraki. Das liegt etwa 120km von Tokyo entfernt. Da es hier nicht einfach ist, gutes, japanisches Essen zu bekommen, gab es erst einmal einen Zwischenstopp in einem Ramen-Restaurant. Es sollte nicht der letzte Besuch in einem Ramen Restaurant sein auf dieser Reise.



Gut gestärkt ging es dann zum Zug, nicht ohne einen Zwischenstopp in einem Konbini am Bahnhof zu machen.
Ibaraki
In Hitachinaka wurde der restliche Tag mit der Familie verbracht und der Auswahl eines passenden Restaurants für das Abendessen. Im Vergleich zu hier in der Schweiz ist es wesentlich günstiger in Restaurants zu essen. Das trifft immer noch zu, wenn man die Einkommensunterschiede berücksichtigt. Ein gutes Essen bekommt man für ca. CHF 8-10.
Dieses Mal hatte ich die Gelegenheit, Silvester hier in Japan zu verbringen. Das unterscheidet sich sehr von unserem Silvester. Es gibt keine Partys, man trifft sich mit der Familie zu Hause und lässt das Jahr dort in Ruhe ausklingen. Denn ein wichtiges Ereignis des nächsten Jahres wartet bereits am frühen morgen. Das ist der erste Sonnenaufgang des Jahres.

Diesen haben wir uns ganz unspektakulär auf einem Feld vor Ort angesehen. Diese Tage um Silvester sind wichtig in Japan, denn die gehören zu den wenigen Tagen, an denen man Ferien hat, oder besser gesagt, Ferien nimmt. Auf dem Papier hat man in Japan sogar mehr Ferien als in Europa, zumal Feiertage meistens auf Werktage gelegt werden.
Nach dem Betrachten des Sonnenaufgangs gibt es das erste Mahl des Jahres. Der Tradition nach sollte das auch ein arbeitsfreier Tag für die Hausfrauen sein und daher gibt es Bentoboxen

In der Nähe von Tokyo wird es nicht richtig Winter wie in Mitteleuropa, die Temperaturen sind zwischen +5 und +15 tagsüber und es scheint of die Sonne. Darum haben wir die Zeit genutzt für einen Spaziergang am Pazifik.




Danach ging es weiter zum ersten Mittagessen des Jahres in einem der wenigen Orte, die geöffnet hatten, einem grossen Einkaufszentrum.


Leider änderte sich die gelassene Stimmung am späten Nachmittag mit dieser Meldung auf den Handys.

Kurz darauf bewegte sich der Boden des Einkaufszentrums, so als würde man das Gebäude langsam hin-und her schieben. Wir hatten Glück. Das Epizentrum lag an der Küste des Japanischen Meers auf der anderen Seite von Honshu. Dort gab es massive Zerstörungen durch das Erdbeben und einen Tsunami von „nur“ zwei Meter Höhe. Den gesamten Abend sassen wir vor dem Fernseher und verfolgten wie sich das wahre, katastrophale Ausmass immer weiter offenbarte.
Die weiteren Tage haben wir noch damit verbracht, die Umgebung zu erkunden, insbesondere die Hauptstadt der Präfektur Ibaraki, Mito.





Sehr interessant sind auch Besuche in Supermärkten. Auf meinen Reisen besuche ich immer Supermärkte um mir dort die Produkte anzuschauen. Getoppt wird das vor allem von Japan, wo man schon eine enorme Kreativität bei der Entwicklung von Produkten sieht.








Das war jetzt ein kleiner Eindruck vom Winter. Im Frühling uns Herbst gibt es noch mehr zu sehen in dieser Gegend. Dazu einige Fotos von anderen Reisen.
…im Frühling









…im Herbst












Im nächsten Teil geht es nach Hokkaido, in den Norden Japans.
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